Schauspieler aus berufung, Künstler aus Leidenschaft.

Ich erzähle Geschichten und erschaffe kleine Welten voller Emotionen – mal laut, mal leise.

IMG_6846.JPG__PID:d90e5aa9-5f5d-4193-be9e-b92553eab54d

Lukas Leibe | Studio

Zwischen den Welten

Ich bin Lukas Leibe – Schauspieler und Künstler aus Berlin, aufgewachsen irgendwo zwischen Fußballplätzen, Bühne und farbverschmierten Notizbüchern.

Seit mehr als einem Jahrzehnt erzähle ich Geschichten in Film, Fernsehen und Theater. Irgendwann dazwischen nahm ich einen Pinsel in die Hand und habe ihn eigentlich nie wieder weggelegt.

Die Malerei gab mir etwas, das ich so nirgendwo sonst gefunden hatte: völlige Freiheit. Kein Drehbuch, keine Regie, niemand, der mir sagt, was etwas werden muss. Nur ich, eine leere Leinwand und die Möglichkeit, nicht zu wissen, wohin sie mich führt.

Ich habe nie Kunst studiert. Ich habe gelernt, indem ich ausprobiert, Dinge ruiniert, übermalt und wieder von vorne angefangen habe. Lange habe ich nach einer Bildsprache gesucht, die sich wirklich nach meiner eigenen anfühlt. Irgendwann begannen all die Dinge, zu denen ich immer wieder zurückkehrte, sich zusammenzufügen.

Ich nenne sie Textured Realism.

Meine Bilder beginnen oft als nahezu abstrakte Oberflächen. Ich baue sie aus vielen Schichten Acryl, Pasten, Lasuren, transparenten Pigmenten und anderen Materialien auf. Manchmal aus mehr als vierzig Schichten in einem einzigen Gemälde. Ich verwische, kratze, wasche wieder aus, übermale und beginne von Neuem.

Irgendwo zwischen Intuition und Analyse beginnt eine Welt zu entstehen.

Manchmal weiß ich genau, was in sie hineingehört. Manchmal zeigt es mir das Bild erst selbst.

Eine kleine, beinahe realistische Figur tritt in eine abstrakte Fläche. Ein Schatten gibt ihr Gewicht. Und plötzlich wird aus Farbe Raum, eine winzige Welt öffnet sich unter uns, in die wir als stille Beobachter hineinblicken.

Genau diese Verwandlung fasziniert mich.

Meine Arbeiten sind oft reduziert, aber niemals einfach. Mich interessiert die Spannung zwischen Realismus und Abstraktion, Kontrolle und Zufall, Stille und Emotion. Aus der Entfernung sieht man die Illusion. Kommt man näher, beginnt sie sich wieder in Textur, Pigmente, Kratzer und die Spuren ihres Entstehungsprozesses aufzulösen.

Im Kern stelle ich mir dabei immer wieder dieselben Fragen:

Wie wenig braucht es, um jemanden zu berühren?
Was bleibt, wenn man das Rauschen entfernt?

Ich male flüchtige Momente, stille Gedanken und chaotische Gefühle. Aber ich möchte sie nicht erklären.

Meine Bilder erklären nichts. Sie lassen Raum, damit du deine eigene Geschichte darin entdecken kannst.

Schauspiel und Malerei sind zwei sehr unterschiedliche Teile meines Lebens, aber beide entspringen demselben Drang, Emotionen zu erkunden und eine Verbindung zu anderen Menschen herzustellen. Die Schauspielerei gibt mir Energie. Die Malerei gibt mir Raum.

Auf der Bühne oder vor der Kamera werde ich für eine Weile zu jemand anderem.

Auf der Leinwand werde ich mehr zu mir selbst.

Ich weiß nicht genau, wohin mich einer dieser Wege führen wird. Und ich glaube auch nicht mehr, dass ich mich zwischen ihnen entscheiden muss.

Ich möchte einfach weiter Dinge erschaffen, die etwas in mir auslösen.

Und hoffentlich hin und wieder auch etwas in dir.